Wurfplanung, Entwicklung, Stationen & Ende eines Leolebens ©

 

Wir haben versucht diese Seite möglichst frei von Emotionen zu halten (wir glauben: dies ist nur

bedingt gelungen), alle Themen korrekt und kurz gefasst

auf den Punkt zu bringen war in Anbetracht des umfangreichen Themas

 und aller damit verbundenen Konsequenzen für ein Leoleben, gar nicht so einfach.

So haben wir alle Themenbereiche ( besonders das Letzte - hoch sensible) nur angerissen,

 sollten bei Ihnen Fragen offen bleiben, setzen Sie sich einfach mit uns in Verbindung

 

Bitte klicken Sie das gewünschte Thema (links) an

 


 

 

Zuchtplanung- & ziele

- Elterntiere / Linien

- Standard

- Gesundheit &

  Alter der Ahnen

 

Zeugung

- Deckakt

 

 

Trächtigkeit

- Verlauf

- Dauer

- Röntgenuntersuchung

 

Geburt

- Anzeichen

- Geburt

- Kaiserschnitt

- Versorgung der Welpen

 

 

Aufzucht

- 1 bis 8 Woche

 

 

Entwicklung

- die zu durchlaufenden Phasen

 

Welpenabgabe

- Abgabetag

- warum mit 8 Wochen

 

 

Die neue Familie

- Anschluss ans Rudel

- Urlaub

- Hundesitter

 

Eingewöhnung

- die ersten Tage

- Konsequenz

 

 

Ernährung

- Fütterungsempfehlung

 

 

Gesundheit

- Impfungen etc.

 

 

Pflege

- die Pflege der Hundeseele

- Fell- Körper- und Gesundheitspflege

 

Ausbildung

- Welpenspielstunde

- Ausbildungsmodelle

 

 

Abschied

- Lebenserwartung

- Sterbebegleitung

- Tierfriedhof - Einäscherung

 


 

 

Zuchtziele

 


 

Elterntiere / Linien

Die Mutter hat der Züchter in seinem Besitz und somit täglich vor Augen, diese kennt er. Auch der Vater sollte dem Züchter persönlich bekannt sein. Nur so kann man sich vom Zuchtpartner seiner Hündin ein gesamteinheitliches Bild machen. Bilder sind, ebenso wie Papier geduldig, Wesen, Gangweg, Rutenhaltung, die Gesamterscheinung des Rüden und sein Verhalten gegenüber Mensch und Tier kann nur in Natura beurteilt werden.

Dies rechtfertigt auch große Anfahrtswege zum Rüden.

 

Standard

Der Rassestandard ist festgelegt und muss eingehalten werden.

Die Körprotokolle geben Aufschluss darüber wie nahe ein Tier diesem kommt.

Der Züchter ist angehalten diesem möglichst nah zu züchten. Zuchtauflagen und Empfehlungen müssen berücksichtigt und eingehalten werden.

 

Gesundheit und Alter der Ahnen

Es gibt in der Zuchtordnung keine Verpflichtung wonach sich Züchter über Gesundheit und das erreichte Alter der Ahnen des künftigen Wurfes Gedanken machen müssen. In Anbetracht dessen das die durchschnittliche Lebenserwartung bei großen Rassen relativ gering (8 bis 10 Jahre) ist, wäre es wünschenswert könnte diese durch gezielte Verpaarungen deutlich angehoben werden.

Ahnenforschung und Kontaktaufnahme mit Besitzern und Züchtern der Ahnen (möglichst weit zurück blickend) ist daher unerlässlich. Hierbei ist der Züchter steht's auf die Offenheit des Gesprächspartners angewiesen.

 

Zeugung


 

Deckakt

Optimaler Decktag- und Deckzeitpunkt sind durch den Veterinär bestimmbar.

Bakterielle Untersuchungen, die Bestimmung von Keimen und Vieren verhindert eine Übertragung und Ansteckung des Zuchtpartners bei evtl. nötiger, rechtzeitiger, vorherige Behandlung.

 

Ein harmonischer Deckakt:

 

   

 

Trächtigkeit


 

Der Verlauf der Trächtigkeit

Erwartet eine Hündin Welpen ist sie besonders anhänglich, verschmust und liebesbedürftig.

Viele fressen ab der 3 Woche ihrer Trächtigkeit mehr, schlafen mehr und sind auch nicht mehr so unternehmungslustig.

Diskussionen mit Artgenossen gehen sie in der Regel aus dem Weg.

 

Dauer: 63 Tage

 

- Abweichungen sind möglich

- ab dem 58 Tag sind die Welpen lebensfähig

- eine unserer Hündinnen hat erst nach 70 Tagen, 3 gesunde und kräftige Welpen zur Welt gebracht.

 

Röntgenuntersuchung eines Wurfes mit 11 Welpen am 55. Tag der Trächtigkeit

 

 

 

 

 

Gegen Ende der Trächtigkeit beginnen viele Hündinnen mit dem "Nestbau".

Sie schaffen sich flache Gruben oder sie graben sich regelrechte Höhlen.

Andere Hündinnen wiederum versuchen die vom Züchter hergerichtete Wurfkiste nach ihren eigenen Vorstellungen für die Ankunft ihrer Welpen vorzubereiten.

 

 

Geburt


 

Vorzeichen

Veränderungen am Gesäuge in Größe und Form. Erster Milcheinfluss.

Die Lenden der Hündin sinken sichtbar ein, der Bauch senkt sich, durch die Bauchwände der Mutterhündin sind die Welpen zu spüren.

Veränderungen an der Vulva der Hündin - Schleimaustritt.

Die Hündin muss häufiger ins Freie um zu urinieren.

Kurz vor der Geburt verweigern die meisten Hündinnen ihr Futter.

 

Anzeichen

Die Hündin sehr anhänglich, sucht immer öfter die Wurfkiste auf.

 

Sie leckt und schleckt sich.

Sie ist sehr ruhebedürftig, zum anderen unruhig, sie steht häufig auf, dreht sich um sich selbst, setzt sich hin, tritt mit den Vorderpfoten.

Die Atmung wird rascher und sie beginnt zu hecheln, im sitzen werden die Ellenbogen an den Körper gedrückt.

Die Körpertemperatur der Hündin sinkt.

Die meisten Hündinnen suchen die unmittelbare Nähe des Züchters, manche winseln und versuchen Schutz vom Züchter zu bekommen.

 

Geburt

Nach der ersten Presswehe tritt in der Regel das Fruchtwasser mit dem ersten Welpen aus.

 

Versorgung der Welpen

Die Fruchtblase ist noch geschlossen oder schon offen. Die Hündin entfernt die Eihäute, frisst die Nachgeburt und durchtrennt die Nabelschnur. Manche Züchter durchtrennen die Nabelschnur selbst, da so die Länge der Nabelschnur selbst bestimmt werden kann und eine Verletzung des Bauches (bei unerfahrenen Hündinnen) vermieden werden kann.

 

Nachdem sich die Mutter mit aller Sorgfalt um ihr Kind gekümmert hat wird es durch den Züchter begutachtet.

Siehe Aufzucht: Geburtstag

 

Das war nun - in Kürze- der optimale und in aller Regel auch der normale Ablauf einer Geburt.

Die Dauer einer Geburt kann von wenigen Stunden bis hin über........Stunden dauern, dies ist individuell verschieden und bei jeder Geburt unterschiedlich und nicht vorher bestimmbar.

Manchmal gibt es jedoch nur eine Möglichkeit das Leben der Mutter und ihrer noch ungeborenen Welpen zu retten, wir brauchen einen

 

Kaiserschnitt

Wird die Mutter rechtzeitig zum Tierarzt gebracht, hat dieser die Chance das die Welpen lebend geboren werden und die Mutter den Eingriff gut übersteht.

Vor einem Kaiserschnitt überprüft der Tierarzt im Ultraschall Vitalität und Herzfrequenz der Welpen.

 

 

 

Ein Kaiserschnitt geht, wenn alles normal verläuft schnell und zügig für Mutter und Welpen vorüber, da die Narkosedauer möglichst kurz gehalten werden soll, da auch die Welpen über die Nabelschnur mit dem Narkosemittel versorgt werden.

 

 

Der Erstgeborene - noch in der Fruchthülle - alles muss nun schnell und sicher gehen,

 

Die meisten Tierärzte sind froh darüber wenn der Züchter während einer Kaiserschnittgeburt dabei ist. Der Züchter nimmt den Welpen, rubbelt ihn trocken und massiert ihn bis alle Vitalzeichen eindeutig erkennbar sind. Mit genügend Erfahrung führt er auch eine Herzmassage durch.

 

 

die Fruchthülle wird entfernt und die Nabelschnur wird durchtrennt

 

Ist ein Inkubator vorhanden liegen die Neugeborenen in diesem bis die Mutter aus der Narkose erwacht ist und selbstständig gehend die Tierarztpraxis zusammen mit ihren Welpen verlassen kann.

 

 

Die Bilder zur Kaiserschnittgeburt wurden in der www.tierklinik-schwanenstadt.at  aufgenommen und mit freundlicher Genehmigung unserer Züchterkollegin - Zwinger vom Watzekwald - Frau Andrea Gollob - Österreich - veröffentlicht. Nochmals herzlichen Dank für das zur Verfügung gestellte Bildmaterial. Mehr Info und was aus den Babys von unserem Ungar und ihrer Mama geworden ist finden Sie: Hier oder: Hier

 

Hundemütter überstehen solch einen schweren Eingriff in der Regel erstaunlich gut, sie kümmern sich zu Hause in der Wurfkiste sofort instinktsicher um ihre Welpen und, man könnte meinen das sie sich freuen nun endlich ihre Welpen säugen, sie lecken und schlecken zu dürfen.

 

 

Der Verband am Vorderlauf der Hündin ist für das ungeübte Auge, dass einzig erkennbare, auf Anhieb sichtbare Zeichen einer Kaiserschnittgeburt.

 

Aufzucht

 


 

Geburtstag

Die Geburtszeit wird festgehalten, der Welpe wird gewogen, sein Geschlecht wird bestimmt, durch ein Band gekennzeichnet - alles in eine Tabelle eingetragen -  und wird sogleich der Mutter zurückgegeben.

 

1 bis 8 Woche

 

Vegetative Phase

 

1 Woche

Die meiste Zeit des Tages schlafen die Welpen, in den Wachphasen werden sie von der Mutter gepflegt und geputzt was den Kreislauf und die Verdauung anregt.

Dadurch sind sie hellwach und machen sich sofort auf den Weg an Mutters Zitzen um Muttermilch zu trinken.

Die Welpen können noch nichts sehen und hören.

 

 

 

 

Eine geringe Gewichtsabnahme ist nicht unüblich und ungefährlich, am dritten Tag nach der Geburt nehmen alle normal entwickelten Welpen wieder an Gewicht zu.

 

 
 

2 Woche

 

 

Im Bild vorne ein kleiner Rüde, er wiegt bereits 910 gr..

Seit seiner Geburt hat er 250 gr. zugenommen.

Eine ganze Menge, bei einem Geburtsgewicht von 660 gr.

Schlafen und fressen sind nach wie vor die Hauptbeschäftigung der Welpen.

 

Ab dem 10 Lebenstag beginnen die Welpen ihre Augen zu öffnen und blicken mit Hellblauen Augen in die Welt. Sie beginnen auf wackeligen Beinen die Wurfkiste zu erkunden.

 

  Übergangsphase

Die Fähigkeit zu hören setzt mit etwa 17. bis 18. Tag nach der Geburt ein. Nun beginnt der Welpe verstärkt Notiz von seinen Geschwistern und von seiner Umgebung zu nehmen.

   
 

3 Woche

 

Die Welpen hören nun auch in vollem Umfang, sie werden jeden Tag unternehmungslustiger, es werden die ersten Ausflüge aus der Wurfkiste und ins Freie unternommen.

Immer unter der Obhut der Mutterhündin, die ihre Welpen noch nicht freiwillig verlässt.

 

 

Die Welpen laufen und bewegen sich noch unsicher. Die meiste Zeit des Tages wird noch verschlafen, jedoch wenn Sie wach sind fordern Sie Mutter und Züchter mit vollem Einsatz, oberste Priorität - Futter - Körperpflege und dann bitte ein wenig Animation.

 

Ab diesem Zeitraum beginnt die erste wirkliche Prägungsphase

Gibt es während dieser Zeit fehlende soziale Kontakte bzw. soziale Interaktionen, können Probleme hervorgerufen werden die man zu einem späteren Zeitpunkt nie wieder richtig nachholen kann

 

4 Woche

Nun zeigen die Kleinen mit jedem Tag mehr Interesse an ihrer Umwelt, die Geschwister werden nun interessanter, sie beginnen sich zu beschnuppern, das erste richtige Mimikspiel ist zu beobachten.

Jetzt beginnt alles richtig interessant zu werden, neue Bodenbeläge, neue Menschen, neue Spiele. Auch das erste Besitzansprüche werden gestellt und erste Rangordnungskämpfe ausgetragen.

 

 

Die Welpen zeigen immer weniger Reflexverhalten, dafür bilden sich jetzt die Instinktveranlagungsformen weiter aus. Was heißt: Die Welpen üben mit den Erbanlagen sicher, verankertes Instinktverhalten richtig zu nutzen.

Nun ist es wichtig das die Welpen immer wieder mit neuen, ihnen unbekannten plötzlichen Reizen konfrontiert werden.

 

5 Woche

Sollte der Vater der Welpen greifbar sein wird er von der Mutter spätestens jetzt mit in die Aufzucht seiner Welpen einbezogen

 

 

Erziehung durch die Elterntiere erfolgt frühzeitig, überaus liebevoll und überaus konsequent. Die Toleranz guter Elterntiere ist schier unerschöpflich. In dem von Ihnen vorgegebenen Rahmen haben die Welpen absolute Narrenfreiheit. Die Welpen wissen sehr schnell wo die elterlichen Grenzen abgesteckt sind, da Übertretungen sofort reglementiert werden.

 

 

Die Welpen werden immer agiler, messen Ihre Kräfte mit den Geschwistern und sind jetzt schon die meiste Zeit ihrer Wachphase unterwegs um die Welt zu erkunden.

 

 

6 Woche

Die Welpen brauchen nun ständig neue Anregungen, auch sollte dem Welpen

 

die Möglichkeit gegeben sein die anderen Hunde des Rudels kennen zu lernen, um in den Genuss ihrer Erfahrung und Erziehung zu kommen.

 

 

Alles ist interessant und wird ohne Scheu untersucht

 

7 Woche

Die Koortination der Welpen wird täglich besser.

Sie haben ein durchschnittliches Körpergewicht von ca. 7 bis 9 kg.

 

 

Auch "Zweibeinige Welpen" werden ins Spiel mit einbezogen - dies funktioniert dann sehr gut wenn Menschen- und Hundebaby frühzeitig lernen sorgsam und liebevoll miteinander umzugehen.

Im Spiel mit den Geschwistern geht es dann schon mal zur Sache, hier wird laut geknurrt und gekämpft, jeder will seinen Rang im Rudel behaupten.

 

Sozialisierungsphase ab der:

 

8 Woche

Nun wird bereits getestet was erlaubt und was verboten ist. Es gibt Welpen die, man möchte meinen sofort verstehen was man von ihnen möchte und wieder andere die wollen es immer wieder wissen.

Die Welpen machen nun bereits die ersten Autofahrten, die ersten Spaziergänge in freier Natur und bekommen ständig Besuch.

So auch vom Tierarzt, der sie impft, chipt und gründlich untersucht.

Es kommt der Zuchtwart und nimmt den Wurf ab.

Ja, der Tag der Welpenabgabe rückt nun immer näher und Sie können Ihren Welpen beim Züchter abholen.

 

Entwicklung


 

Die zu durchlaufenden Phasen

 

Vegetative Phase die ca. ersten beiden Lebenswochen Die Ohren und die Augen der Welpen sind noch geschlossen, der Geruchssinn noch nicht vollständig ausgeprägt
     
Übergangsphase

17. bis 18. Tag

In diesem Zeitfenster entwickelt sich das Gehör vollständig.

Nun beginnt der Welpe verstärkt Notiz von seinen Geschwistern und von seiner Umgebung zu nehmen.

     

Prägungsphase

4. bis 7.

Woche

Während der 4. bis zur 7. Lebenswoche spricht man von der sogenannten Prägungsphase. Der Welpe gewinnt an Lebenserfahrung und sammelt die ersten Eindrücke, die er einzuordnen lernt, die ihn Prägen.

Fehlt es jetzt an sozialen Kontakten, so kann dies später zu erheblichen Problemen führen die nicht wieder nachzuholen sind.

     

Sozialisierungsphase

8. bis 12. Woche

Spätestens hier und jetzt muss Ihr Hund lernen was Erziehung ist.

Alles was Ihr Hund nun lernt, prägt sein ganzes späteres Leben.

Dem Welpen muss nun beigebracht werden was erlaubt, was verboten, was erwünscht, was unerwünscht ist. Ausdauer und Konsequenz ist hierbei unerlässlich.

     

Rangordnungsphase

13. bis 16. Woche

Der Welpe lernt innerhalb seines neuen Rudels seinen Platz in der Rangordnung kennen. Hier wird der Rudelführer erstmals so richtig auf seine Führungsqualität getestet. Jetzt heißt es, dass er nochmals nachfragt ob die bereits gesteckten Grenzen fest oder zu seinen Gunsten verschiebbar sind.

Bitte lassen Sie sich nicht von seinem Welpencharme über den Tisch ziehen, dieser Charme ist in wenigen Monaten verflogen. Die Unarten bleiben.

     
Rudelordnungsphase

5. bis 12. Monat

In dieser Phase sucht und findet der Junghund seinen Anführer, seinen Alphahund, der dem er folgen und gehorchen will.

Werden Sie der Alphahund, sonst wird es Ihr Hund!

     
Pubertätsphase 7. bis 12. Monat Wir empfehlen: Geduld - geht wie bei Menschenkindern auch vorüber - machen Sie ihrem Leonberger immer und immer wieder mit Bestimmtheit und Güte klar was sie von ihm möchten - solange bis er es verstanden hat
   

Reifungsphase

Hier zeigt sich wie gut die menschliche Einflussnahme bislang auf den Hund war.

Dennoch, bis ein Leonberger hier angelangt ist dauert es (gefühlt - wie vermutlich bei jeder anderen Rasse auch) sehr, sehr lange, aber dann haben Sie den besten Hund der Welt.

Hier ist es wie mit einem guten Wein............

 

Welpenabgabe


 

Abgabetag -

warum mit 8 Wochen?

 

Den adäquaten Umgang mit Leonbergern aller Altersklassen und beiderlei Geschlecht hat der Welpe im Idealfall bereits in den vergangenen ersten Lebenswochen erlernt und natürlich so einiges mehr.

Einen Grundstock an artgerechter Sozialkompetenz hat der Welpe also bereits verinnerlicht, dies gilt es nun zu festigen und verstärkt auszubauen.  Der Welpe beginnt nun sich verstärkt an seinen Menschen zu binden, was man hervorragend für das gemeinsame weitere Leben mit seinem Hund nutzen kann.

Hier kommt im Regelfall der neue Rudelchef ins Spiel.

 

 

Nun heißt es, dem Welpen all das nahe bringen was während der Aufzucht durch die Mutter und den Züchter evtl. noch nicht möglich war.

Nicht alle Welpen kennen bereits: Fremde Menschen, große, kleine, dünne, dicke, mit hoher, mit tiefer Stimme, spielende, lärmende Kinder, alte Menschen, Menschen mit verändertem Gangbild, mit Krücken, Rollstuhlfahrer, Kinder mit Schlitten oder Rollschuhen, Fahrradfahrer, Autos, LKWs, Bus und Bahn, Straßenbahn, Lift,  Seilbahn, Kuhglocken, Pferde, Gänse, Hühner, Enten, Schweine  usw. usw..

Wir sind uns einig das es vom Züchter, als auch von der Region abhängig ist was hiervon dem Welpen bekannt sein kann und was nicht.

Und: Nicht immer ist der Züchter schuld daran wenn der Welpe nicht in die Straßenbahn einsteigen will oder anderes zickiges Gehabe an den Tag legt - siehe Ausbildung, Einführung.

 

Die neue Familie


 

Anschluss ans Rudel

Egal was Sie und Ihre Familie planen lassen Sie Ihr neues Familienmitglied daran teilhaben, geht nicht gibts nicht. Es sei den Sie wollen in die Oper oder müssen ins Krankenhaus, dafür hat man dann seinen Hundesitter.
   

 
Ihr Hund ist zufrieden und glücklich wenn er Sie begleiten darf. Ihm ist es egal  ob beim Fiaker fahren, im Reitstall, beim baden, Ruderboot fahren oder was auch immer - wichtig für Ihren Leonberger ist, dass er bei seinem Menschen ist - bei Ihnen!

 

Urlaub

Flugreisen sind bei 99,9% aller Leonbergerbesitzer gestrichen, alle anderen planen hundefreundlichen Urlaub in hundefreundlichen Pensionen, mit Hundestränden, in Hundehotels mit angegliedertem Hundeprogramm. Andere machen Wander- oder Badeurlaub, oder, oder, oder. Alles ist möglich, aber am besten mit Hund

 

Hundesitter

Im Idealfall handelt es sich hierbei um ein Familienmitglied, welches der Hund kennt und dem er gehorcht. Es gibt aber auch provesionelle Hundesitter die gegen Entgelt Ihren Vierbeiner für einen gewissen Zeitraum in Obhut nehmen. Hierbei gilt es sorgfältig auszuwählen, vertrauen Sie hierbei unter Umständen auch Ihrem Hund.

 

Eingewöhnung


 

Der ersten Tage

Viele Züchter geben dem kleinen Auswanderer eine Decke mit, die nach Mama und Geschwistern riecht. Auch das gewohnte Futter wird vom Züchter in den meisten Fällen mitgegeben.

Vermitteln Sie Ihrem neuen Freund das Gefühl von Geborgenheit - ohne ihn zu "nerven", für eine gesunde Entwicklung braucht er noch viel Schlaf.

Schlafen Sie in der ersten Zeit in der Nähe Ihres Welpen, zum einen vermittelt es ihm Sicherheit und zum anderen hören Sie ihn wenn er ins Freie muss um sich zu lösen. Manch ein Welpe ist noch nicht vollständig sauber wenn Sie ihn zu sich nach Hause holen. Daher ist es ratsam den Putzeimer in greifbarer Nähe zu haben.

 

Besuche von Verwanden und Freunden die es kaum mehr erwarten können verschieben Sie am besten auf kommende Woche. Auch ihr Welpe braucht Zeit um zu wissen wo er hingehört und zu wem. Ist der Besuch dann da legen Sie Wert darauf das sich zuerst die Zweibeiner begrüßen und unser Leonbergerbaby erst begrüßt wird wenn er sich brav benimmt und aufgehört hat jeden anzuspringen. Unterbinden Sie dies sofort - sonst glaubt ihr Hund später das jeder Besuch für ihn ist und Sie nur die Türe für ihn öffnen um diesen ins Haus zu lassen.

 

 

Konsequenz

Falls Sie möchten das Ihr Leonberger später, in einem Jahr, bei Regen- und Schmutzwetter auch hier liegt.

In Ordnung!

Falls nicht sollten Sie ihm sofort klar machen das dies hier kein adäquates Plätzchen für ihn ist. Lassen Sie ihn hier nicht ein einziges Mal liegen nur weil er jetzt - süß, und klein wie er ist - so goldig aussieht. Beim nächsten Mal wenn Sie ihn herunterbefehlen wird er es nicht verstehen und es wieder und wieder versuchen. Mehr zu diesem Thema unter Ausbildung.

 

Ernährung


 

Fütterungsempfehlung

Die Futtermittelindustrie bietet für jedes Alter die entsprechenden Futtermittel an, welches heut zu Tage aus hervorragender Qualität besteht. Sie ist dem jeweiligen Alter Ihres Hundes in Zusammensetzung und Ausgewogenheit angepasst und unterliegt stetigen Prüfungen.

Preisvergleiche sind durchaus ratsam!

 

Sollten Sie für Ihren Hund selbst kochen wollen oder sollten Sie eine reine Fleischfütterung anstreben raten wir Ihnen sich gründlich zu informieren, da Sie hierbei um die Zugabe von Nahrungsergänzungsmitteln nicht umhinkommen werden. Es besteht sonst die Gefahr einer Mangelernährung, obwohl der Hund in augenscheinlich, guter körperlicher Verfassung scheint.

 

In der Regel erhalten Sie von Ihrem Züchter eine Fütterungsempfehlung. Es ist zu empfehlen dies in der ersten Zeit zu übernehmen und zu befolgen, da es dem Welpen die Eingewöhnung in sein neues zu Hause erleichtert.

 

Gesundheit


 

Impfungen etc.

Halten Sie die vorgegebenen Impftermine unbedingt ein. Regelmäßige Entwurmung ist selbstverständlich, um so mehr wenn Kleinkinder im Haus zusammen mit dem Hund aufwachsen.

Einmal jährlich ist eine gründlich Untersuchung empfehlenswert.

 

Pflege


 

Die Pflege der Hundeseele

Hunde allgemein und Leonberger im besonderen sind Rudeltiere. Leonberger sind keine Zwingerhunde, sie benötigen den engen Kontakt zu ihren Menschen, ohne diesen sie verkümmern würden. Voller Familienanschluss ist für diese "Riesenbabys" unerlässlich, kein oder zu wenig Anschluss an sein Rudel würde für den Leonberger auf lange Sicht zu einer Erkrankung seiner Seele führen. Dies wiederum zu körperlichern Erkrankungen wie z.B. nervöser Durchfall, Magen- und Darmprobleme, nervöser Juckreiz usw.. Auch besteht die Möglichkeit das aus unserem sanften Riesen ein angstaggressiver, ständig kläffender Hund wird.

 

Fell- Körper- und Gesundheitspflege

Regelmäßig und gründlich, damit wäre eigentlich alles gesagt.

Besonders Pflegeintensiv sind beim Leonberger die langen Haare an Vorder- und Hinterläufen, die Rute und die langen Haare an den Ohren.

Eine regelmäßige Ohrenpflege ist unerlässlich

 

 

Ausbildung


 

Nur ein folgsamer Hund als Begleiter kommt in den Genuss eines unbeschwerten Hundelebens, er genießt ohne Frage Freiheiten die einem unerzogenen auf ewig verwehrt bleiben.

Ob Sie es merken oder nicht, wissentlich oder unwissentlich, geplant oder ungeplant - Sie erziehen Ihren Welpen täglich zu jeder Stunde - von der ersten Stunde an, in der Sie mit Ihrem Welpen voller Stolz die Heimreise antreten.

 

Welpenspielstunde

Noch während der Zeit in der Ihr Welpe beim Züchter ist sollten Sie sich mehrere Hundeschule ansehen und die für Sie geeignete auswählen.

Es gibt ebenso viele unterschiedliche Ausbildungsmodelle, wie Hundeschulen und Trainer.

Erfahrene Ausbildung in der Welpenschule zeigt sich durch Abwechslung zu und zwischen ernsthaftem lernen und angeleitetem Spiel.

Nehmen Sie sich Zeit für die richtige

Auswahl und melden Sie sich und Ihren Welpen rechtzeitig an, damit möglichst frühzeitig der Grundstock zu einer guten Ausbildung gelegt werden kann.
 

Ausbildungsmodelle

Egal für welche Grundausbildungsmethode Sie sich entscheiden - bleiben Sie dabei. Auch in der Ausbildung eine Hundes gilt: Zu viele Köche verderben den Brei.

Wählen Sie eine Hundeschule Ihres Vertrauens mit einem Trainer, der es versteht ein für Sie und Ihren Hund individuelles Ausbildungsmodell zu erarbeiten. Unterschiedliche Menschen mit unterschiedlichen Hunde haben unterschiedliche Bedürfnisse.

 
Ein ständiger Wechsel zwischen unterschiedlichen Ausbildungsmodellen ist hoch anstrengend für Hund und Halter und in der Regel wenig sinnvoll, da wenig und selten erfolgreich. Dafür um so Zeit-, Nerven- und Kostenintensiver. 

 

Abschied


 

Lebenserwartung

Wie bei allen schnell wachsenden, großen Rassen (und unsere Leonberger gehören zu den Riesenrassen) ist die durchschnittliche Lebenserwartung deutlich niedriger als bei kleinen Rassen. Sie liegt bei etwas 8 bis 10 Jahren.

 

 

Gottlob geht es aber auch anders hier Bilder unserer Gilla und unserer Irina - mehr Info zu unseren alten Ladys: Hier

 

Sterbebegleitung

Wenn diese Zeit gekommen ist, ist dies eine schwere Zeit für den Hund und für alle die ihn lieb haben. In dieser Zeit für ihn da zu sein, für ihn der sein ganzes Leben nichts anderes wollte als für Sie da zu sein - ist sehr wichtig für ihn. Geben Sie ihm das Gefühl von Geborgenheit und Sicherheit. Nicht jeder Hund verstirbt an Altersschwäche und verlässt uns weil seine Zeit gekommen ist.

Ein Unfall, der Hund erkrankt und Sie werden vor die schwere Frage gestellt ob Sie Ihren Freund euthanasieren lassen sollen oder nicht.

Den richtigen Zeitpunkt hierfür zu finden, der Ihrem Freund keinen einzigen lebenswerten Tag nimmt, ihn aber auch vor unnötigem, sinnlosem Leid bewahrt ist schwer.

 

Ist Ihr Hund verstorben müssen Sie darüber nachdenken, was mit seinem Körper passieren soll.

So gefühllos es klingen mag, die Gesetzgebung hierzu ist eindeutig.

Verstirbt ein Tier in der Tierklinik und sie haben keine Idee was mit ihm geschehen soll wird es zu einer Kadaversammelstelle gebracht und dann mit allen anderen verstorbenen Tieren verbrannt. Verstirbt das Tier zu Hause ist die Gemeindeverwaltung zu kontaktieren, die Ihnen sagt wo sich die Kadaversammelstelle Ihrer Kommune befindet zu der Sie Ihr Tier dann bringen müssen.

Eine bessere Alternative:

 

Tierfriedhof - Einäscherung

Viele Tierheime unterhalten mittlerweile einen Tierfriedhof auf dem man sein geliebtes Tier beisetzen lassen kann.

 

Im Tierkrematorium kann man seinen Freund einäschern lassen, auf Wunsch bekommt man seine Asche in einer Urne zurück.

 

Adressen für Ihre Region sind im Internet zu finden.
 

 


 

Von den Schwierigkeiten zur Zuchtplanung, während der Trächtigkeit, von schweren Komplikationen bei der Geburt oder ähnlichem wollen wir gar nicht berichten auch nicht von den Sorgen, den Ängsten und den Tränen die auch zum züchten gehören. Nichts ist schlimmer für einen Züchter als die Sorge seine Hündin während der Geburt zu verlieren oder einen ihrer Welpen.

Der Sinn dieser Seite sollte es lediglich sein, Ihnen einen winzigen Einblick zu geben, Sie für einiges zu sensibilisieren und Ihr Bewusstsein dafür zu öffnen.